Clean Code: A Handbook of Agile Software Craftsmanship (Robert C. Martin)


 
Stellenweise zu dogmatisch, daher -1 Stern.
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Clean Code: A Handbook of Agile Software Craftsmanship (Robert C. Martin) (Taschenbuch) Ich habe einige Kapitel gelesen und will mir noch kein abschliessendes Bild machen. Das was die anderen Rezensenten sagen, stimmt schon. Es ist wirklich ein gutes Buch über gepflegten Code. Nur an ein paar Stellen wird mir der Autor zu dogmatisch, deswegen sollte man nicht alles blind übernehmen. Am deutlichsten wurde mir das im Kapitel 3 über Funktionen.

Dort beschreibt er anhand einer unaufgeräumten Funktion wie er sie schrittweise verbessert, und gibt dabei den ersten Zwischenschritt und das finale Ergebnis preis. Dabei erstellt er im Zwischenschritt eine absolut verständliche, klare Funktion mit 11 Codezeilen und beschreibenden Funktionsaufrufen. Damit ist der Autor aber nicht zufrieden, bezeichnet die Funktion absurderweise als immer noch "too long" und legt nochmal Hand an, indem er fast jede Zeile in eine eigene Funktion packt. Der daraus resultierende Code hat fast doppelt soviele Zeilen wie der ursprüngliche Code den es zu verbessern galt! Der Autor wünscht sich, das sich der Code wie eine Geschichte lesen soll, zerstückelt ihn dabei aber derart das man meint man würde nun ein Buch lesen in dem auf jeder Seite nur ein Satz mit maximal 10 Worten steht. Ich kann seine Begeisterung für derart zerstückelten Code absolut nicht nachvollziehen, zumal die Bezeichnung der Funktionen immer abstruser wird, da nun nicht mehr nur 5-10 Funktionen sondern eher 25 nach einer sinnvollen Beschreibung verlangen. Ganz zu schweigen davon das man vom Einstiegspunkt aus nun jeden Funktionsübergang mitlesen muss, indem man die aufgerufene Funktion sucht, dort den nächsten Funktionsaufruf vorfindet, um sehr schnell nicht mehr zu wissen auf welchem "level" des callstacks man sich nun befindet. Im Kopf ist sowas nur noch schwer zu durchschauen, und Debugger-freundlich ist das auch nicht mehr.

Ergo: mir hat der Zwischenschritt mit 11 Zeilen wesentlich besser gefallen, er war auf jeden Fall auf einen Blick verständlich und nachvollziehbar. Darauf wollte ich hingewiesen haben, denn hier wird der Autor dogmatisch und schießt sich selbst ins Knie, in dem er seine Argumentationen ad absurdum führt und dennoch sehr deutlich darauf beharrt was für wunderschönen Code er daraus gezaubert hat. Dieser Dogmatismus ist es auf den ich hinweisen wollte, und wegen dem ich auch einen Stern abziehe.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 20. August 2009
Kundenrezensionen:
3. Stellenweise zu dogmatisch, daher -1 Stern. (die aktuell angezeigte Rezension)
2. Zu viel des Guten
1. Anfang gut, Ende gut, doch insgesamt schlecht
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